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Thema: Gewalt

Es war ein Traum. Einfach nur ein Traum. Zugegeben, es war schrecklich... aber jeder hat mal solch einen Traum.. Er besann sich.. " es war nur ein Traum" sagte er sich immer und immer wieder. Vermitlich hatten seine Eltern den Schrei, kurz nachdem er erwachte gar nicht gehört, oder es war ihnen, wie so vieles in seinem Leben, egal gewesen. Wie auch immer es gewesen ist, es kümmerte ihn nicht weiter. schließlich hätten sie ihn doch nicht getröstet. Sie hätten ihm nur vor geworfen, dass er zu viel Fern sieht und die Computerspiele wären auch nicht gut füh ihn. er bekam von seinen Eltern kaum etwas anders zu hören. " irgendwann wirst du noch sonst wo landen, wenn du so weiter machst." das war der meistgesagt Satz seiner mutter. Darauf folgte ein Kopfschütteln mit der Bemerkung " diese ständige Gewalt" Damals war er noch darauf eingegangen, doch das führte nur zu unnötigen streiterein udn das wollte er sich selbst nicht auch noch antun..

" Ich weiß, dass das nie passieren wird" flüsterte er leise, mit den Gedanken wieder ganz bei seinem Traum. Er öffnete das Fenster und atmete einmal tief durch, setztev sich an seinen Schreibtisch, nahm ein Blatt udn eine nstift und schrieb. " Heute hatte ich weider diesen Traum. Das vierte mal diese woche. es war immer alles so real. es ist, als wäre ich er. Als würde ich führ ihn, an dieser stelle dort auf dem Boden liegen. es ist, als fühlte ich seinen schmerz und doch stehe ich nur daneben udn schaue zu. Ich hätte ihm doch helfen können.. Oder war ich wirklich so machtlos? Regungslos stehe ich da, schaue zu, tue nichts. weil ich nicht kann, oder weil ich nicht will? Doch warum sollte ich nicht wollen? vielleicht aus Angst?
dann sit es vorbei. es ist still, alles so leer. da bin nur noch ich.. allein.. ich sehe das Blut auf dem Boden. Dieses Rot glänzende Blut. es ist so frisch.. so warm.. so real... und dann schreie ich.. ich schreie so laut ich kann, fange an zu weinen und wache auf. Meine eltern haben wie immer nichts mit bekommen. Ich öffne das Fenster, setzte mich an meine schreibtisch und bringe alles zu papier. wie jetzt.."
Er legte den stift zur seite, packte den Zettel zu seinem Schulzeug und legte sich wieder schalfen.. wie jedes mal.. Die tage vegingen wie immer. es stört ihn nicht weiter, dass seine Eltern kaum mehr zeit für ihn hatten da sie schon bei der Arbeit waren wenn er aufstand und erst wieder kamen kurz bevor er schlafen ging. es war ihm egal... denn schließlich brauchte er seine eltern nicht. Die Tante kümmerte sich gut genug um ihn... Bei ihr fühlte er sich wohl! das war vielleicht auch der Grund, warum er diese träume nie hatte, wenn er bei ihr war.. Mit ihr konnte er auch über alles reden, nur nicht über diesen traum.. er wusste icht, wie er ihr beschreiben sollte, dass er nicht erkennen kann, was genau mit wem passierte. er konnte ihr nicht erklärenm was er sah und fühlte und immer wenn er es doch versuchen wollte dachte er sich" es ist doch nur ein traum! "
" Aber ein schrecklich" sagte er leise, als er die Zettel in einer kleinen unbeachteten Stelle des Schulhofes verbrannte, auf dem all seine Gedanken, den traum betreffend, aufgeschrieben waren.
Als er sich umdrehte um sich zu überzeugen, das ihn keiner gesehen hatte, vielen ihm die 3 jungs am linken Zaun auf. Die stärksten der 9. klasse, die jeden Tag irgendwie trainierten, während er zu hause saß und fern sieht..
Sie unterhielten sich über irgendwas, lachten laut los.. Ihn interessierte das nicht weiter.. er ging zu einer Bank. zu seiner Bank unterdem Ahornbaum, lehnte sich an und hörte Musik. Wie jeden Tag... Die anderen wollten nie etwas mit ihm zu tun haben. Jeder versuch sich mit den jungs oder mädchen an zu freunden war vergebens. Mit der Zeit fand er sich damit ab. es stört ihn nicht mehr.. " solange sie mir nichts tun ist das okay" sagte er sich.
Solange sie ihm nichts tun... und er wusste, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis die großen ihn mal einer, wie sie es nennen, erziehungsmaßnahme, unterzogen. Völlig grundlos.. wie viele vor ihm mussten da scho ndurch, hatten ein blaues Auge, ein paar Prellungen und vielleicht war auch etwas gebrochen... " Aber solange ich lebe" dachte er und saß auf seiner Bank und hörte musik.

Dann, ein paar wochen später, bestätigten sich seine erwartungen. Die großen kamen zu ihm.. " zeit für eine Erziehungsmaßnahme" grinsten sie.
er fand es okay. Es störte ihn nicht. " dann ahbe ich es hinterm ir " dachte er. " und schlimmer als in meinem Traum kann es nicht sein." Er wunderte sich, warumer genau in diesem Augenblick wieder an seinen Traum denken musste. Tagelang hatte er ihn nicht mehr beschäftigt.. warum ausgerechnet jetzt?
Er hatte nicht weiter darüber nach gedacht, stand auf und hoffte, dass es schnell vorbei ist ohne auch nur einen muks von sich zu geben. Und dann fingen sie an.. sie boxten und traten auf ihn ein. er hatte es sich schlimer vor gestellt und sie schlugen weiter.. doch sie hörten keine schreie, kein flehen das sie aufhören.. nichts..
Das machte sie wütend. sie hörten nichts, bis er fiel..eine faus im magen, ein Fuß in den Kniekehlen und sein Kopf stieß auf den harten Steinboden. Das Blut lief.. er schrie.. spürte noch ein paar tritte, sah einen kleinen Jungen ganz verschwommen, der ein paar meter entfernt am ende der Turnhalle stand und in die kleine Gasse zwischen Zaun und halle zu ihm schaut und wusste, dieser junge ist der nächste...
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“ Ach, du hängst doch an diesem Typen. Du schaffst es gar nicht von ihm los zu kommen. Gesteh dir das doch endlich mal ein!” schrie Tanja mich an. Ich stritt alles ab. “ Nein, er ist mir egal. Ich brauche ihn nicht…” sagte ich mit Tränen in den Augen, denn eigentlich wusste ich ganz genau, dass sie recht hatte. Aber was sollte ich denn machen? Ich kannte ihn schon so lange.. Er war der erste Gedanke, als ich aufwachte und der letzte, wenn ich mich schlafen legte. Er… Timo hieß er.. Mit seinen langen blonden Haaren, die er immer offen Trug.. wenn der Wind sie in sein schmales, makelloses Gesicht wehte… Wie süß sah es aus, wenn er sie sich mit der linken Hand aus den Augen streifte… und sein grinsen… Ich bekam es einfach nicht aus meinem Kopf. Dieses verschmilzt Grinsen… und seine wunderschönen Blauen Augen… ich konnte machen, was ich wollte… ich habe nie aufgehört an ihn zu denken… Und selbst wenn ich versucht habe ihm mal aus dem Weg zu gehen, ging es nicht… wie auch? Er war lange Zeit mein Nachbar und wir haben damals, als wir noch Kinder waren immer miteinander im Sandkasten gespielt. Ich war für ihn immer so etwas wie eine kleine Schwester… Das sagte er jedenfalls… Aber schläft man mit seiner “kleinen Schwester”? nein, ich denke nicht…
“ Hey, hörst du mir überhaupt noch zu oder schwebst du schon wieder irgendwo in deiner Traumwelt?” Ich merkte, wie wütend Tanja auf mich war.. Aber warum? Was hatte ich denn getan? Ich war naiv.. Ich war verliebt.. Und? Wollte sie mir das mein ganzes leben Lang vorhalten??? Ich weiß ja, dass sie es nicht böse meinte… sie ist halt meine beste Freundin und ich kenne sie schon fast so lange wie Timo… Sie machte sich ja nur Sorgen um mich und wollte nicht, dass mir jemand weh tut… Das verstehe ich ja. Aber warum kann sie mich nicht trösten? Warum machte sie mir immer wieder vorwürfe? Warum machte sie mich so fertig, wenn sie doch ganz genau wusste, wie ich mich fühle? Und warum, verdammt warum habe ich nicht auf sie gehört, als sie versuchte mich zu warnen??
“ Weißt du” sagte ich leise “ es ist schon komisch… “ - “ was meinst du?” unterbrach sie mich und ich antwortete ihr.. “ es ist schon komisch, das wir uns so lange kennen und doch nehme ich deine Ratschläge nie an!” - “ ja und was dabei raus kommt, siehst du ja.” wieder begann ich zu weinen… Warum war sie so schroff? Warum musste sie das mit so einem gemeinen Unterton sagen? In meiner so schon sehr schweren Situation nahm ich allen Mut zusammen und fragte sie, obwohl ich doch wusste, dass es alles nur noch schlimmer machen würde.. “ Tanni” sagte ich leise und sie motzte mich an “ was ist?” ich schwieg eine weile… “ Nun sag schon, ich will nach hause!” - “ Tanni, warum bist du so zu mir?” Sie hatte ihren Mantel schon in der Hand und stand mit dem Rücken zu mir und zur Tür schauend.. Dann drehte sie sich langsam um und schaute mich mit einem bösen, finsteren Blick an. “ Wie bin ich zu dir?” ich glaube, mit dieser Frage hatte ich sie noch wütender gemacht, als sie so schon war. Ich traute mich gar nicht zu antworten. “ Nun sag schon, wie bin ich zu dir?” drängte sie mich“ na… du… also…” begann ich zu stottern “ du bist so gemein. So abweisend und ich weiß nicht warum. Was habe ich dir getan?” sie drehte sich wieder zur Tür und verließ mich ohne mir eine Antwort zu geben. Ich rannte ihr hinterher… “ Tanja” schrie ich “ Tanja warte doch” aber sie lief einfach weiter… Immer weiter gerade aus…
Weinend rannte ich in mein Zimmer. Ich habe noch versucht sie anzurufen, aber sie ging nicht an ihr Telefon. Und sie ließ sich von ihren Eltern verleugnen. Ich wusste immer noch nicht was ich den getan habe, das sie mir das antat.
Als meine Mutter abends in mein Zimmer kam und mir gute Nacht sagen wollte, lag ich bereits in meinem Bett. Doch ich schlief nicht. Ich starrte einfach auf meine kahle, weiße Zimmerdecke und wartete darauf, das die Lampe, die vor meinem Fenster steh endlich ausgeht und es stockfinster war. Ich wartete darauf, dass meine Umwelt endlich so war, wie es in mir aussah. Dunkel und leer.
Meine Mutter setzte sich zu mir aufs Bett. “ was ist mir dir?” fragte sie mich mit ihrer sanften Stimme. Sie war immer darum bemüht, dass es mir gut geht. Seitdem mein Vater vor 5 Jahren gestorben war, war ich ihr ein und alles. Ihr “ kleiner Stern” wie sie mich immer nannte und mir fehlte es an nichts. Ich brauchte immer nur zu sagen, was ich wollte und ich bekam es so schnell wie möglich! Meine Mutter selber hatte den tot meines Vaters nie verkraftet. So kam es mir jedenfalls vor.
Vor circa einer Woche war es, da sah ich sie spät in der Nacht auf der Couch sitzen, mit einem Foto von unserer kleinen Familie in der Hand und sie sprach mit meinem Vater. Sie erzählte ihm, wie es bei mir in der Schule läuft und das sie sehr stolz auf mich ist.. Und dann kam der Satz den ich nie vergessen werde… “ Und du wärst auch sehr stolz auf sie gewesen, wenn du doch nur hier bei uns sein könntest. Ich liebe dich!” sie begann zu weinen. Und auch ich hatte Tränen in den Augen, wie so oft, wenn wir über meinen Vater sprachen oder wenn wir an seinem grab standen. Für meine Mutter muss es nur alles noch schlimmer gewesen sein als für mich…
Es war an einem ganz angenehmen Wintertag. Nach einer sehr kalten Woche kam ließ sich endlich mal wieder die Sonne am Himmel blicken. Es war zwar immer noch recht kühl, aber nicht so kalt, wie die ganzen Tage davor. Der Schnee und das Eis begannen auch langsam zu schmelzen und so war es auf den Straßen matschig und glatt. Nur vereinzelt kamen Autos an unserem kleinen Einfamilienhaus vorbei und wenn, dann fuhren sie sehr langsam. Mir kommt das alles vor, als wenn es gestern gewesen wäre… Ich kam mal wieder erst sehr früh am Morgen nach Hause. Na ja.. Ich hatte bei einem Freund übernachtet und meine Eltern wussten nichts davon. Am Abend zuvor war ich in der “ Kinderdisco” und dort habe ich ihn halt kennen gelernt. Christian hieß er. Aber ich durfte ihn Chris nennen… Eigentlich sollte ich schon um 11 zu hause sein, was ich für ein 12 Jähriges Mädchen damals sehr früh fand. Heute weiß ich, dass es vollkommen ausreichend war. Jedenfalls beschloss ich lieber mit zu Chris zu fahren, bevor ich mich so spät noch in einen Zug setzte, denn ich hatte die Zeit vollkommen vergessen. Als ich das letzt mal auf die Uhr scheute, war es bereits 1 Uhr und ich hatte mich auch nicht mehr nach hause getraut.
Chris war bestimmt 3 Jahre älter als ich. Er sah jedenfalls so aus. Aber er war auch sehr lieb zu mir und in seinem Zu Hause habe ich mich sehr wohl gefühlt. “ Wo sind denn deine Eltern?” frage ich ihn, als wir bei ihm zu Hause ankamen. “ Ach, die sind die Woche über im Urlaub” sagte er gelassen. “ Wow” Antwortete ich “ Und die lassen dich hier ganz allein? Meine Eltern würden das nicht machen. ” - “ Ja, die vertrauen mir halt.” ich merkte, wie stolz er darauf war. Ich bewunderte ihn einfach nur, er schien ja wirklich schon um einiges erwachsener zu sein, als ich dachte. Ich setze mich auf die Couch im Wohnzimmer und nach kurzer Zeit setzte er sich neben mich. “ Und süße, was machen wir jetzt?” er legte den Arm um mich. Ich kam mir etwas bedrängt vor, sagte aber nichts. Dann küsste er mich.. Zuerst auf die Wange… dann auf den Mund… Zaghaft erwiderte ich diesen Kuss. Aber eigentlich wusste ich gar nicht so recht, was ich da tat. Irgendwie musste er das gemerkt haben “ Okay” sagte er, “ du bist wohl noch nicht so weit” und streichelte mir über die Haare. “ Komm, ich zeige dir, wo du schlafen kannst.” Wir gingen in sein Zimmer. “ Aber, ist das nicht dein Zimmer?” fragte ich ihn. “ Ach süße, ich schlaf bei meinen Eltern im bett. Also, mach dir keine Sorgen.”

Am nächsten morgen wurde ich relativ spät wacht und ich wusste, dass ich s schnell wie möglich nach hause musste. Also packte ich meine Sachen und ging zu Chris ins Schafzimmer um ihm tschüss zu sagen. Doch er schlief noch und ich wollte ich nicht wecken. Ich ging runter in die Küche und schrieb ihm einen Zettel.


Hallo Chris,
Ich musste leider schon los und ich wollte dich nicht wecken. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm.. Wenn du möchtest, dann besuche mich doch mal. Hier meine Adresse :

Emily Refill
Am großen Ring 16
33758 Fürsten

Ich würde mich freuen.
Kuss Emily


Als ich zu Hause ankam, konnte ich hören, wie meine Eltern sich streiten. “ Hallo Mama, hallo Papa. Ich bin wieder zu hause. Ich weiß, ich hätte euch bescheid sagen sollen, das ich nicht nach Hause komme.” Aufgeregt und doch erleichtert zugleich kamen sie mir entgegen gerannt. Sie nahmen mich in die Arm und bei meiner Mutter konnte ich sogar ein paar Tränen sehen. “ Geht es dir gut? Wo warst du ? Warum hast du uns nicht bescheid gesagt? “ sie überschütteten mich mit Fragen. Aber ich beantwortete sie nicht.
“ Timo hat uns gesagt, dass er dich in der Disco mit einem Jungen Mann gesehen hat.” sagte mein Vater. Ich schaute ihn verwundert an.. “ Timo war auch da?? Ich habe ihn gar nicht gesehen, dann hätte ich ja mit ihm nach Hause fahren können.”
“ ja,” sagte meine Mutter “ Timo war auch dort. “ Er wollte dich wohl auch ansprechen, aber als er dich dann mit dem anderen gesehen hatte, da hat er sich wohl nicht mehr getraut. Ja ja… so sind sie halt die verleibten Jungs “ kicherte meine Mutter. Ich schaute sie völlig verwirrt an. “ Aber Timo ist doch nich in mich verliebt Mama. Das wüsste ich ja wohl.”
Sie lächelte nur. Und dann ging ich hoch in mein Zimmer. Ich dacht eigentlich, dass meine Eltern nun wieder gut miteinander umgehen, aber kaum war ich weg, da stritten sie sich wieder. Ich bekam nur kleine Satzteile mit.. “ Und du hättest sich abholen müssen” sagte meine Mutter “ und warum hast du das nicht gemacht?” wollte mein Vater wissen.. Es war das erst mal, das sie sich gestritten haben und es gefiel mir gar nicht. Dann hörte ich, wie jemand die Tür zu schlug. Ich rannte schnell runter. Dort sah ich meine Mutter. Sie saß, wie auch jetzt immer, auf der Couch und weinte. “ Mami, “ sagte ich “ wo ist Papa?” Sie schaute mich an und versuchte zu lächeln. “ Er kommt bald wieder. “ - “ und warum habt ihr euch gestritten?” - “ Ach mein kleiner Stern, wir haben uns nicht gestritten. Wir haben nur etwas diskutiert. Mach dir keine Sorgen.” ich beschloss nicht weiter nach zu Fragen.
“ Und, wie ist der Junge, den du kennen gelernt hast? Ist er nett? Und kommt er und auch mal besuchen? “ Ich schaute meine Mutter verlegen an. “ Ach Mama.” sagte ich leicht zögernd. “ Nun sag schon. Ich weiß doch, dass du langsam in das Alter kommst, wo man sich auch für Jungs interessiert.” - Ich interessiere mich aber nicht für ihn, Mama. Ich wollte einfach nicht mehr so spät mit dem Zug nach hause fahren!” - “ Aber du warst doch schön öfters allein um 11 mit dem Zug gefahren. “ sie schaute mich verwundernd und mit einem Misstrauischen Blick an. “ ja schon…” zögerte ich erneut… “ Aber…” - “ Aber was?” - “ Na ja, als ich auf die Uhr schaute, da war es schon 1 Uhr durch. “ - “ Oh…” sagte sich nur.. Und dann nahm sie mich in den Arm. “ Aber Hauptsache ist ja, das du wieder hier bist “

Am Nachmittag klingelte es an der Tür. “ Hallo Emily.” sagte Timo. “ Hallo” erwiderte ich. “ darf ich rein kommen?” - “ ähm… ja natürlich..” ich merkte, wie ich rot wurde. Schließlich stand dort mein Schwarm vor der Tür und ich hatte ihn noch nich mal rein gelassen… “ wer ist dort? “ rief meine Mutter aus der Küche. “ Ach, nur Timo!” antwortete ich ihr.
“ Komm, wir gehen in mein Zimmer.” sagte ich zum Timo und er nickte.
Ich saß auf meinen Schreibtischstuhl und er setzt sich auf den kleinen Hocker neben meinem Bett. “ Und, wer war das gestern?” unterbrach er das lange Schweigen. “ Wen meinst du?” wunderte ich mich zuerst. “ na der Typ, mit dem du dann nach Hause gegangen bist” - “ Ach, den meinst du… Das war nur ein Kumpel. Ich habe ihn gestern dort kennen gelernt. Warum fragt du?” ich fragte in der Hoffnung, das er sagte, dass er gerne mit mir nach Hause gegangen wäre oder etwas ähnliches… aber alles was er sagt war “ Ach, nur so.” Wieder schwiegen wir uns an. Und wieder war es Timo der als erster etwas sagte. “ Und, war er nett zu dir?” ich antwortete mit einem kurzen “ Ja!” Dann war es wieder still. Wir saßen einfach nur da… wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Aber warum? Gestern erst hatten wir stundenlang geredet und jetzt? Ich fand das sehr komisch… Na ungefähr einer Stunde ging er dann auch wieder.
Ansonsten war es ein recht ruhiger Tag. Damals im Winter…

Ich legte mich schlafen. Ich träumte.. Ich träumte von Blumen, von Chris und von Timo… ein Anfangs recht schöner Traum entwickelte sich langsam aber sicher zu einem Albtraum. Ich atmete erleichtert auf, als ich von dem Klingeln der Haustür geweckt wurde. Noch etwas verschlafen schaute ich auf die Uhr. “ 2. 43 Uhr? Wer kommt denn so spät noch zu uns? “ wunderte ich mich zuerst. Aber dann viel mir ein, dass Papa ja noch nicht nach hause gekommen war. Aber warum sollte Papa klingeln? Na ja, ich dachte mir, dass er vielleicht etwas getrunken haben könnte oder er wollte seine Schlüssel nicht aus der Tasche suchen. Kann ja alles Möglich sein, dachte ich mir.
Ich stürmte also aus meine Zimmer, die Treppe hinunter, zur Tür. `” Papa” schrie ich voller Freude. Doch als ich in das Wohnzimmer kam, blieb ich schlagartig stehen. Ich sah Papa nirgends. Ich sah nur zwei Polizisten. Sie saßen auf der Couch wo ich heute Nachmittag noch mit meiner Mutter gesessen habe. Ich sagte höflich “ guten Abend” und die Polizisten meinte, dass ich doch lieber schnell wieder ins Bett gehen sollte. Aber ich hörte ihnen gar nicht zu. Ich sah meine Mutter auf dem Sessel sitzen. Sie hatte ein Taschentuch in der Hand und zwei weitere Packungen lagen auf dem Tisch. Ich ging langsam zu ihr und setzte mich auf ihren Schoß. Ich wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. Schaute abwechselnd zu den Polizisten und wieder zurück zu meine Mutter. Sie hörte gar nicht mehr auf zu weinen. “ Es tut mir leid” sagte der dickere der beiden Polizisten. Sie hatten ihre Grüne Uniform an, wie man sie von Polizisten nun mal kennet. Die Hüte lagen, genau wie die Taschentücher, auf dem Tisch. Der eine der Polizisten, der der dünner war, sah ganz lustig aus. Als ich ihn ansah musste ich mir ein wenig das lachen verkneifen. Er hatte kaum noch Haare und seine Nase war größer als seine beiden Ohren zusammen. Das war schon sehr lustig an zu sehen.
“ Emily, gibt’s du mir mal bitte die Taschentücher” bat mich meine Mutter und lenkte mich so von dem komisch aussehenden Menschen ab. “ ja Mami.” ich gab ihr die Taschentücher. Sie nahm eines Aus der Packung und wischte sich die Tränen aus den Augen. Sie hatte sich ein wenig beruhigt. Dann schaute sie zu den zwei Männern. “ Danke, das sie mir bescheid gesagt haben.” - “ das haben wir nicht gern getan, aber es gehört nun mal zu unseren aufgeben. “ Wieder scheute ich verwundert zwischen meiner Mutter und den zwei Männern hin und her. “ Was haben die dir gesagt? Was gehört zu Ihren aufgaben? Und wo ist Papa??” Diese Fragen wiederholte ich wieder und wieder. Doch ich bekam zuerst keine Antwort.
Der dicke schaute erst zu mir und dann zu meiner Mutter “ Wollen sie es ihr nicht sagen?” meine Mutter Nickte. “ Mein kleiner Stern,” begann sie “ du musst jetzt ganz tapfer sein, okay?” ich nickte und sagte Stolz “ ich bin doch immer tapfer, das hab ich von dir” ich glaubte kurzzeitig ein kleines lächeln auf den Lippen meiner Mutter zu sehen. “ Ja, da hast du recht.” sagte sie. “ Und, wo ist Papa? Schläft er schon? Und was wollen die Männer hier? Sind das Freunde? “ Wieder begann sie zu weinen. “ Ja, wir sind Freunde.” sagte der komisch aussehende Mann. “ Oh, dann wisst ihr bestimmt wo mein Papa ist.” der Mann nickte langsam und schaute irgendwie bedrückt. Meine Mutter weinte abermals. Dann streichelte sie mir über den Kopf. “ Sternchen, du weißt doch, das Mama und Papa sich vorhin gestritten haben, oder? “ ich schüttelte den Kopf “ nein, ihr habt diskutiert.” Meine Mutter schaute zu den Polizisten. Sie nickten fast gleichzeitig. “ nur Mut. Sie müssen es ihr sagen.” sagte der eine zu ihr.
Meine Mutter atmete einmal tief ein. “ Also die beiden Männer sind Polizisten, das weißt du ja.” ich nickte “ und es gehört zu Ihren aufgaben uns zu sagen, das dein Vater nich mehr wieder kommen wird.” - “ Wieso? Hat er was angestellt? Muss er ins Gefängnis? Gehen wir ihn dann jeden Tag besuchen, ja?” Meine Mutter schüttelte mit dem Kopf “ nein meine kleine, er ist nicht im Gefängnis. Er hatte einen Autounfall. “ mein Blick wurde ängstlich “ dann liegt er im Krankenhaus? “ fragte ich zögernd, denn ich hatte Angst vor der Antwort. Wieder schüttelte meine Mutter den Kopf. “ Aber…” sagte ich… “ aber was dann?” Meine Mutter nahm mich in den Arm. “ Dein Vater ist tot.” flüsterte sie mir ins Ohr, drückte mich fest an sie und weinte.. Auch ich begann zu weinen. Dann sprang ich auf… “ Nein” schrie ich “ nein, nein, nein.. Papa ist nicht tot. Er lebt das weiß ich.” Ich rannte völlig verstört in mein Zimmer.
Die Polizisten verabschiedeten sich von meiner Mutter und später kam sie zu mir. “ Emily?” fragte sie leise “ schläfst du schon?” ich schüttelte mit dem Kopf. Wie heute Abend setzte sie sich damals zu mir. Nur damals habe ich noch mit ihr gesprochen. “ ist Papa wirklich tot?” wollte ich von ihr wissen. Sie nickte und ich weinte… “ darf ich heute bei dir bleiben Mama?” wieder nickte sie. “Komm mit, wir gehen ins Schlafzimmer” - “ nein” sagte ich “ ich möchte nicht in Papas Bett schlafen, kannst du nicht hier bleiben?”
Wir legten uns zusammen in mein kleines Bett. Es war zwar sehr eng, aber ich war froh, dass sie bei mir war.
Das ganze ist jetzt 5 Jahre her. 5 Lange Jahre und keiner von uns hat es wirklich verkraftet, denn wir beide haben nie drüber gesprochen. Wir brachten die Beerdigung hinter uns und dann lebten wir ganz normal weiter. Ich ging jeden Tag zur Schule und meine Mutter ging jeden Tag arbeiten. Abends saß ich dann in meinem Zimmer und sie in der Wohnstube. Es war halt wie immer. “ Das leben muss ja weiter gehen” und “ er hätte es nicht gewollt, wenn wir uns jetzt so gehen lassen” waren die beiden entscheidenden Argumente, die uns unser Handel zu rechtfertigen schienen.
Wir führten ein Ruhiges Leben. Ich wurde von Jahr zu Jahr älter. Weder mit Timo noch mit Chris hatte ich noch sonderlich viel zu tun. Sie waren, seitdem sie sich einmal bei mir zu hause getroffen hatten, die besten Freunde geworden und da war für mich kein Platz. Obwohl ich heimlich immer noch für Timo schwärmte, hatte ich in der Zwischenzeit eine Menge Freunde mit nach Hause gebracht. Und ich habe, wie jeden Tag der 7 Jahre die ich sie inzwischen schon kannte, abends immer mit Tanni telefoniert. Wir hatten uns immer etwas zu sagen und wir konnten uns auch immer alles sagen. Sie war, mit meiner Mutter zusammen, meine Beste Freundin. Doch irgendwann hatten auch wir uns etwas auseinander gelebt. Wir hatten verschiedene Interessen, verschiedene Freunde und wir haben auch nicht mehr jeden Abend miteinander telefoniert. Dennoch haben wir uns geschworen, dass wir immer die besten Freunde bleiben werden.

Vor ungefähr drei Jahren wurde ich dann zu Johannas Geburtstag eingeladen. Wir saßen in ihrem Zimmer, quatschten über Jungs und warteten darauf, dass ihre Mutter uns das essen hoch brachte. Als wir beim essen waren, war es das erste mal richtig ruhig.
Doch bald danach ging das Getratsche auch wieder weiter…
“ sag mal, du magst Marilyn Manson, hab ich recht?” sprach mich eine von Johannas Freundinnen an. Damals war ich in der, wie meine Mutter es nannte “ Gruftie Phase”. Ich selbst nannte mich damals Gothic. Ich lief immer öfter ganz in Schwarz rum und hatte auch schwarze Fingernägel. Als ich nicht antwortete, sagte sie “ na, du siehst etwas danach aus!” ich nickte “ Ja, Marilyn ist cool.” Sie grinste mich an “ Kennst du schon das neue Lied?” und so kamen wir in ein Gespräch. Sie war es jedoch auch, die mich später auf das Ssv. Also auf das Selbstverletzende Verhalten aufmerksam machte.
Nach dem Essen hatten wir noch das Besteck und auch die Teller oben und sie hatte ein Taschenmesser bei sich. Mit diesem Taschenmesser begann sie sich etwas an den Fingern rum zu stechen und ich bemerkte, dass es den andren gar nicht so egal war, Sie bekam Aufmerksamkeit. Warum sie das machte, wollte sie uns jedoch nicht sagen. War es, weil sie diese Aufmerksamkeit bekam?
Ich schaute ihr einfach nur weiter zu. beobachtete sie, war gespannt, wie die anderen reagieren und sie schien das mit bekommen zu haben.
Nach diesem Tag dachte ich jedoch nicht weiter darüber Nach. Aber ich weiß, dass diese Erlebnis ausschlaggebend für mein späteres verhalten war…

In den Nachfolgenden Monaten ging es mir auch von Tag zu Tag schlechter. Ich vernachlässigte die Schule und versank immer tiefer in Selbstmitleid. Na ja.. Dinge, insbesondere der Tod meines Vater, die ich damals einfach verdrängt hatte kamen nun wieder zum Vorschein. Ich konnte meine Gefühle nicht unterdrücken, oder wollte ich es einfach nicht?
An einem Abend habe ich mich mit Freunden getroffen. Und als wir dort so saßen, ist mir wieder eingefallen, wie die Freundin von Johanna die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und wie alle sich sorgen gemacht haben. Ich find also auch an mich irgendwie selbst zu verletzten. Doch was ich bekam wir keine Aufmerksamkeit. Jedenfalls nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Niemand hatte mich gefragt, warum ich das mache. Wirklich niemand. Nicht einmal Tanja oder Sandra, eine andere sehr gute Freundin von mir. Sie waren viel mehr sauer auf mich. “ Ich weiß auch nicht, wo sie das her hat!” sagte Tanja zu Sandra.
Als ich merke, dass ich nicht das Feedback bekam, auf das ich gehofft habe, ging es mir schlecht. Es ging mir noch schlechter als so schon und als ich zu hause war, begann ich mich ernsthaft zu ritzen. In diesem Augenblick hat es mir einfach geholfen. Ich habe mich so gut, so frei gefühlt.
Mit der Zeit zog ich mich immer mehr in mich zurück. Ich sprach kaum noch mit meiner Mutter oder mit Tanja. Wenn ich etwas sagte, dann waren es nur kurze, knappe Sätze. Ich hatte diesen Leuten einfach nichts mehr zu sagen. Sie haben mich nicht verstanden. Konnten sie es nicht, oder wollten sie es nicht? Es war mir auch egal. Schnell fand ich neue Freunde. In meinen Augen, bessere Freunde. Die “ Satanisten” unserer Schule wurden sehr schnell auf mich aufmerksam. Sie sprachen mich an. Wir verstanden uns gut. Sie verstanden mich und schon blad wurde ich ein fester Bestandteil ihrer “ Verbindung” wie sie es nannten. Schnell merkte ich, dass es gar nicht so schlimme Leute waren wie ich früher dachte und wie auch viele heute noch denken. “ halt dich bloß von denen vorn” sagte Delia zu mir, als ich früher ein mal einen Interessierten Blick zu dem kleinen schwarzen Haufen rüber warf. “ Warum?” wollte ich von Delia wissen. “ Das sind Satanisten.” ich schaute sie erschrocken an. “ Sie beißen Hamstern den Kopf ab und zwingen dich etwas zu tun, was du gar nicht willst. Sie wissen, wie sie dich manipulieren können” sagte sie mit einer eigenartig klingenden Stimme. Ich lächelte sie an, sagte “ Ach, du hast zu oft vier Jahre Hölle und zurück gelesen” und dann ging ich, denn es hatte zum Pausenende geklingelt. Damals hatte ich dennoch eine ganze weile über Delias Worte nach gedacht. Waren sie wirklich Satanisten? Bissen sie wirklich kleinen Hamstern den Kopf ab? War es wie in dem Buch vier Jahre Hölle und zurück? Oder wollte Delia mir nur Angst machen? Sie hatte es auf jeden Fall geschafft. Ich hatte Angst und seit diesem Tag hielt ich auch immer einen sicheren Abstand zu der Gruppe. Doch jetzt, wo ich selbst ein Mitglied war, wusste ich, das meine Angst von damals kein bisschen gerechtfertigt war. “ Nein, wir sind keine Satanisten” lachte Susan, als ich sie fragte, ob das war die anderen sagte, denn wahr ist. “ Ich kenne die Vorurteile derer, die keine Ahnung von uns haben nur zu gut. “ sagte sie “ wir sind vielmehr eine sehr tolerante, ruhige und romantische Gemeinschaft. Wir tun niemanden weh und wir zwingen auch niemanden etwas zu tun, was er nicht möchte. Siehst du das Mädchen dort hinten?” sie zeigte auf ein pick Fein angezogenes junges Mädchen. Sie stand in der Mitte einer großen Menschenmenge und schien wirklich sehr beliebt zu sein. “ Sie war damals auch bei uns.. Doch es hat ihr nicht gefallen.. Es war wohl eher eine Phase, die jedes Mädchen mal durch macht. Wie du siehst, geht es ihr gut und sie ist glücklich. Also ist das doch ein Beweis dafür, dass wir sie gut behandelt haben, oder nicht?” Ich nickte. Sie lächelte mich an “ Na siehst du. Auch dir wird es hier gut gehen. Wenn du merken solltest, dass das nichts für dich ist, dann kannst du mir das sagen. Ich bin so was wie deine Vertrauensperson, wenn du das möchtest.” - “ okay” sagte ich.

Zwei Wochen später traf ich mich dann das erste mal mit der Gruppe. Susan holte mich von zu hause ab.. Zu meiner Mutter war sie sehr freundlich und ich hatte das Gefühl, dass meine Mutter sie auch sehr mochte. Wobei sie ihr schon etwas angst zu machen schien. Susan hatte ein blasses Gesicht. Ihre Augen und Lippen waren schwarz geschminkt und auch ihre knappen und engen schwarzen Sachen ließen nichts von einem schüchternen Mädchen an ihr. Gegen Susan sah ich aus wie ein Mauerblümchen. Aber da war mir auch relativ egal. “ tschüss mein kleiner Stern” sagte meine Mutter zu mir kurz bevor ich das Haus verlies.
Dann lief ich mit Susan durch die Nacht. Lange schwiegen wir uns an.
“ Ist sie nicht schön?” fragte Susan mich schließlich “ Wer ist schön?” wollte ich wissen. “ Na die Geborgenheit der Nacht. Die Stille, die ruhe… Die Dunkelheit. Es ist so beruhigend zu wissen, das niemand dir etwas antut. Alle haben sie Angst vor dir.” - “ Aber es ist doch nichts schönes, wenn jemand Angst vor mir hat” wunderte ich mich. Sie blieb stehen und schaute zu mir rüber. “ Weißt du, warum sie Angst haben? “ Ich schüttelte den Kopf “ die Menschen haben nun mal Angst vor allem, was anders ist. Sie haben Angst vor den Dingen, die sie nicht kennen. Die Gesellschaft ist nun mal ein Haufen von Hangshasen. Sie haben Angst vor Veränderungen. Sie haben Angst vor den trivialsten, den einfachsten Dingen im Leben. Sie haben Angst vor sich selbst. Sie haben sogar Angst vor kleinen Spinnen, die an ihrer Wand lang krabbeln und auch nur Leben wollen. Dabei haben doch gerade diese kleinen Lebewesen mehr Angst vor den Menschen als Umgedreht. Und sie haben Angst vor uns, weil sie wissen, das wir stärker sind. Für uns gehören Veränderungen zum Leben. Sie sind selbstverständlich. Spinnen sind kleine Tiere die es auch verdient haben zu leben und vor uns selbst brauchen wir keine Angst haben. Wir wissen, was wir tun und wir wissen, warum wir es tun. Wir halten immer zusammen, egal was passiert. Wir sind eine Gruppe. Zusammen sind wir stark und vor allem wissen wir, dass das leben nicht so ist, wie die Gesellschaft es gerne hätte. Sie sehen das Leben durch ihre rosa- rote Brille. Sie gehen mit geschlossenen Augen durch die Straßen damit sie das Wahre, die Realität ja nicht an sich ran lassen. Das würde ja ihre ganze kleine Heile Welt zerstören… “
Sie drehte sich wieder nach Vorn und lief weiter. Ich ging ihr hinter her. Doch den Rest der Weges schwiegen wir uns wieder nur an.
Bis wir zu einer Ruine kamen, sprachen wir kein Wort mehr miteinander. Ich wurde langsamer “ Nun komm schon” sagte Susan “ Die tun dir nichts.” grinste sie. In der Ruine standen viele Kerzen und ungefähr 15 Menschen saßen um ein Lagerfeuer herum und sangen und führten Gespräche. In einer kleinen Kühltasche sah ich Weinflaschen und Gläser und jeder der 15 Leute hatte ein Glas in der Hand. Susan wurde von allen herzlich begrüßt. “ Hallo Susan. Wie geht es dir? Und wer ist das dort neben dir?” löcherten sie sie. Und noch bevor Susan antworten konnte stand ein Junger Mann auf “ Das ist Emily. Herzlich willkommen. “ sagte er und grinste. “ Es ist schön dich hier zu haben. “ Auch die anderen begrüßten mich.
Ich bekam ein Glas in die Hand gedrückt und setzte mich mit in den Kreis. Das Feuer spendete viel Wärme. Es war schön. Ich habe mich wohl gefühlt. So frei… Diese Leute und das ganze Umfeld gab mir gewissen halt. Ich unterhielt mich stundenlang mit ihnen und sie verstanden mich. Das war etwas, was völlig neu für mich war. Diese Leute verstanden mich. Es war kaum zu glauben.
Und ich verstand mich mit allen so gut. Ich knüpfte neue Freundschaften.
Am nächsten Morgen rief ich ganz aufgeregt Tanja an. Wir waren ja immer noch die Freunde. Auch wenn sie wegen dem Ritzen immer noch sehr Telefonierten so oft es die Zeit ermögliche und trafen uns meistens immer am Wochenende. Ich erzählte ihr alles vom Abend zuvor. Aber sie war skeptisch. “ Emily, pass bloß auf dich auf!” sagte sie immer wieder. Und ich verstand, das sie mir nichts böses wollte. Sie wollte nur, das es mir gut geht.
Ich erzählte ihr auch von dem Typen, den ich nicht kannte, aber der Komischer weise meinen Namen kannte. Sie wand es genau so merkwürdig wie ich. Aber sie kannte ihn und gab mir den Tipp mich von ihm fern zu halten, da er wohl nur mit den Frauen spielt und ich solle auf mich aufpassen. So naiv wie ich war hörte ich nicht auf sie..
Schon am Nächsten Freitag sah ich in wieder. Aber nicht in der alten Ruine wie sonst immer. Ich traf ihn auf dem NIN Konzert. Es kam mir so vor, als hätte er vor dem Eingang der Konzerthalle auf mich gewartet, so wie er dort stand… An einer Wand gelehnt, die Haare im Gesicht hängend. “ Auf wen wartest du denn?” fragte ich ihn und bekam “ Auf dich Natürlich” zur Antwort. Ich musste mächtig komisch geschaut haben.. “ Guckst du immer so komisch? Oder hast du irgendwie einen Krampf im Gesicht?” lachte er. Ich achtete gar nicht auf das was er sagte, denn mich plagte nur eine Frage. “ Woher weißt du meinen Namen?” wollte ich von ihm wissen. “ Aber Emily, du enttäuscht mich. Erkennst du mich wirklich nicht? Habe ich mich so sehr verändert?” - “ Wer bist du?” fragte ich nochmals aber nun mit einem schrofferen Ton in der Stimme. “ Schon gut, schon gut!” sagte er “ Ich bins Timo. Also das du mich nicht erkennst. Wir kennen uns doch schön so lange…” Ich sah ihn verwundert an “ Timo?” fragte ich “ Aber… wo warst du so lange? Ich habe dich so lange nicht mehr gesehen.. Und was machst du…” - “ Was ich in diesem Zirkel mache?” unterbrach er mich und ich nickte. “ Das gleiche wie ich!” Das gleiche wie ich? Aber was machte ich denn dort?
“ Nun komm.” er packte mich bei der Hand und riss mich so aus meiner Gedankenwelt “ Wir wollen doch das Konzert nicht verpassen.” Und da sah ich es zum ersten mal. Diese wunderschöne Lächeln. An diesem Abend kamen die ganzen alten Gefühle, die ich so lange unterdrücken konnte wieder hoch und ich verliebte mich in ihn. Das Konzert war auch total geil, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Und an diesem Abend ging ich mit Timo zusammen nach hause. Er wohnte immer noch neben mir. “ Warum habe ich dich solange nicht gesehene? Wir wohnen doch direkt nebeneinander.” fragte ich ihn, als wir vor meiner Haustür standen. “ Ich habe mich zurück gezogen, genau wie du dich von der Außenwelt zurück gezogen hast.” dann gab er mir einen Kuss auf die Stirn und ging. Ich konnte an diesem Abend gar nicht ein schlafen und beschloss noch spät in der Nacht Tanja anzurufen.
“ Hallo tanni” sagte ich schnell “ Timo.. Er ist ja so toll..” - “ Timo?” fragte sie “ was hast du denn jetzt auf einmal mit Timo zu schaffen??” - “ Timo ist der, der mich angesprochen hat. Der der meinen Namen wusste obwohl ich ihn nicht kannte. Ich habe ihn gar nicht wieder erkannt und er sieht so süß aus und er ist so lieb und…” - “ Mensch süße, halt dich fern von diesem Kerl.” unterbrach sie mich. “ Aber… ich glaube ich habe mich in ihn verliebt.” - “ Bitte was hast du?” schrei sie mich an. “ Du hast dich in ihn verliebt?? Weil du ihn einen Abend mal gesehen hast?” - “ Ähm.. Ja..“ Sagte ich leise.. ”Das ist nicht dein erst, oder? Der will dich doch eh nur ins Bett bekommen. “ - “ Ach nein, so ist er nicht. Wir kennen uns doch schon so lange.” - “ Na dann mach was du willst wenn du nich auf mich hörst.” sagte sie wütend und legte auf.

Am nächsten Morgen weckte Timo mich mit einem Kuss. Ich habe mich total erschrocken, da ich nicht damit gerechnet habe, das er so früh schon in meinem Zimmer war. “ Was machst du denn hier?” sagte ich als ich langsam wieder zu mir kam. “ Wir treffen uns gleich in der alten Ruine. Es ist irgendwas dringendes. “ sagte er. “ Kommst du mit?” Ich gähnte.. “ Jetzt? Sofort? Och nööö…” und verkroch mich wieder unter meiner schön warmen Decke. “ Ach komm schon!” sagte er und riss mir die Decke weg. “ Hey, spinnst du?” schrei ich ihn an. Er schrak zurück “ ja, ja, ist ja schon gut..” sagte er… “ Hey, sorry… das war nich so gemeint. “ sagte ich als ich merkte, wie gemeint ich geworden war. “ Aber du kannst doch auch hier bleiben” bot ich ihm an. “ Wie? Hier? Bei dir?” ich nickte und lächelte ihn an. Gleich darauf krabbelte er unter meine Decke. Wir begannen uns zu küssen und zu streicheln… schließlich schliefen wir miteinander. Und es war so ein wunderschönes Gefühl in so nah bei mir zu spüren. Er war so zärtlich..
Von dem damaligen Tag an trafen wir uns immer öfter. Wir gingen zusammen auf Konzerte und ins Kino und essen.. Es war alles so toll mit ihm. Tanja war jedoch immer noch nicht sehr begeistert von der ganzen Sache. Und deswegen stritten wir uns auch immer wieder. Ich wollte einfach nicht auf sie hören. Heute weiß ich, das es besser gewesen wäre, wenn ich es getan hätte…
Das mit Timo und mir ging noch keine zwei Monate als er mich irgendwann gar nicht mehr beachtete. Er legte einfach den Hörer beiseite, wenn ich ihn anrief. Er sprach nicht mehr mit mir. Er ging mir aus dem weg.. Und ich verstand nich warum.
Es war an einem Donnerstag Abend, als er einfach mal vor meiner Haustür stand. Wir setzten uns auf die Hollywood. Schaukel draußen im Garten und er sagte einfach nur “ es war schön mit dir, aber es ist vorbei.” Ich war total perplex. “ Vorbei? Aber warum denn?” frage ich ihn. “ du warst nur ein Spielzeug von mir. Deine Freundin hatte dich doch gewarnt.” lachte er. Woher wusste er das von Tanja? “ Aber..” sagte ich “ Aber ich liebe dich!” wieder lachte er “ du liebst mich? Gott, du bist naiver als ich dachte. Versteh doch, du warst nur ein Spiel für mich. Eine weitere Trophäe meiner Sammlung. Ich will nichts von dir. Ich wollte nie etwas von dir.. Ich wollte dich nur ..” ich unterbrach ihn “ Sei still und verschwinde.” schrei ich ihn an “ Los geh, worauf wartest du noch?” Er konnt die Tränen in meinem Gesicht sehen und ich wusste, dass ihm gefiel was er sah. Wieder hatte er mit einer zerbrechlichen Seele sein spiel treiben können. Wieder ist jemand auf ihn herein gefallen..
Ich rannte ins Haus und rief Tanja an. “ Tanni” sagte ich schluchzend “ Kannst du vorbei kommen?” circa eine viertel Stunde Später stand sie vor der Tür. “ Was ist denn los süße?” fragte sie und nahm mich in die Arm. “ Timo” schniefte ich und schlagartig lies sie mich wieder los… “ Lass mich mit diesem Kerl in Ruhe.” keifte sie mich an. “ Aber…” stotterte ich “ Aber es ist vorbei. Du hattest recht. Er ist ein totales Arschloch und ich werde nie wieder ein Wort mit ihm reden.!” “ Ach, du hängst doch an diesem Typen. Du schaffst es gar nicht von ihm los zu kommen. Gesteh dir das doch endlich mal ein!” schrie Tanja mich an. Ich stritt alles ab. “ Nein, er ist mir egal. Ich brauche ihn nicht…” sagte ich mit Tränen in den Augen, denn eigentlich wusste ich ganz genau, dass sie recht hatte. Aber was sollte ich denn machen? Ich kannte ihn schon so lange.. Er war der erste Gedanke, als ich aufwachte und der letzte, wenn ich mich schlafen legte. Er… Timo hieß er.. Mit seinen langen blonden Haaren, die er immer offen Trug.. wenn der Wind sie in sein schmales, makelloses Gesicht wehte… Wie süß sah es aus, wenn er sie sich mit der linken Hand aus den Augen streifte… und sein grinsen… Ich bekam es einfach nicht aus meinem Kopf. Dieses verschmilzt Grinsen… und seine wunderschönen Blauen Augen… ich konnte machen, was ich wollte… ich habe nie aufgehört an ihn zu denken… Und selbst wenn ich versucht habe ihm mal aus dem Weg zu gehen, ging es nicht… wie auch? Er war lange Zeit mein Nachbar und wir haben damals, als wir noch Kinder waren immer miteinander im Sandkasten gespielt. Ich war für ihn immer so etwas wie eine kleine Schwester… Das sagte er jedenfalls… Aber schläft man mit seiner “kleinen Schwester”? nein, ich denke nicht…
“ Hey, hörst du mir überhaupt noch zu oder schwebst du schon wieder irgendwo in deiner Traumwelt?” Ich merkte, wie wütend Tanja auf mich war.. Aber warum? Was hatte ich denn getan? Ich war naiv.. Ich war verliebt.. Und? Wollte sie mir das mein ganzes leben Lang vorhalten??? Ich weiß ja, dass sie es nicht böse meinte… sie ist halt meine beste Freundin und ich kenne sie schon fast so lange wie Timo… Sie machte sich ja nur Sorgen um mich und wollte nicht, dass mir jemand weh tut… Das verstehe ich ja. Aber warum kann sie mich nicht trösten? Warum machte sie mir immer wieder vorwürfe? Warum machte sie mich so fertig, wenn sie doch ganz genau wusste, wie ich mich fühle? Und warum, verdammt warum habe ich nicht auf sie gehört, als sie versuchte mich zu warnen??
“ Weißt du” sagte ich leise “ es ist schon komisch… “ - “ was meinst du?” unterbrach sie mich und ich antwortete ihr.. “ es ist schon komisch, das wir uns so lange kennen und doch nehme ich deine Ratschläge nie an!” - “ ja und was dabei raus kommt, siehst du ja.” wieder begann ich zu weinen… Warum war sie so schroff? Warum musste sie das mit so einem gemeinen Unterton sagen? In meiner so schon sehr schweren Situation nahm ich allen Mut zusammen und fragte sie, obwohl ich doch wusste, dass es alles nur noch schlimmer machen würde.. “ Tanni” sagte ich leise und sie motzte mich an “ was ist?” ich schwieg eine weile… “ Nun sag schon, ich will nach hause!” - “ Tanni, warum bist du so zu mir?” Sie hatte ihren Mantel schon in der Hand und stand mit dem Rücken zu mir und zur Tür schauend.. Dann drehte sie sich langsam um und schaute mich mit einem bösen, finsteren Blick an. “ Wie bin ich zu dir?” ich glaube, mit dieser Frage hatte ich sie noch wütender gemacht, als sie so schon war. Ich traute mich gar nicht zu antworten. “ Nun sag schon, wie bin ich zu dir?” drängte sie mich“ na… du… also…” begann ich zu stottern “ du bist so gemein. So abweisend und ich weiß nicht warum. Was habe ich dir getan?” sie drehte sich wieder zur Tür und verließ mich ohne mir eine Antwort zu geben. Ich rannte ihr hinterher… “ Tanja” schrie ich “ Tanja warte doch” aber sie lief einfach weiter… Immer weiter gerade aus…
Und nun liege ich hier auf meinem Bett. Meine Mutter sitz neben mir und wartet auf eine Antwort. “ Was ist los mein Stern?” fragte sie immer wieder und nie bekam sie eine Antwort. Bis ich irgendwann nicht anders konnte. Ich richtete mich auf. Drehte den Kopf langsam zu ihr und schrie sie an “ Geh! Geh aus meinem Zimmer! Geh mir aus den Augen! Ich kann dich nicht gebrauchen!” Ich sah, das sie kurz davor zu weinen “ Aber…” sagte sie, doch ich ließ sie nicht aussprechen. “ raus!”
Als sie die Zimmertür hinter sich geschlossen hatte, brach ich zusammen. Ich lag wieder in meinem Bett und fragte mich, was ich getan habe. Ich habe meine beste Freundin verloren, meine Mutter verletzt, zu Susan wollte ich nicht und nun hatte ich niemanden mehr… So lag ich da, zusammen gekauert wie ein ängstlicher Hund und weinte.. Nein, ich weinte nicht… ich heulte, denn ich wusste, ich hatte alles verloren was mir lieb und teuer war… Ich wünschte, es wäre alles vorbei! doch ich wollte nicht sterben. ich wollte einfach nur tot sein…..
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Die Saine

“ Nimm doch den Regenschirm. Du wirst doch ganz nass.”
Ja schön, dann werde ich eben nass. Wen stört das denn jetzt noch?
“ Du wirst dich noch erkälten.”
Ja und, jetzt ist es auch nicht weiter schlimm wenn ich krank werde. Dann lieg ich eben ein paar Tage im Bett .Es gibt sowieso niemanden mehr der sich jetzt noch um mich kümmert.
“ Ich weiß, es ist schwer. Aber du kannst doch jetzt nicht für immer hier stehen bleiben. Das leben geht doch weiter, auch ohne sie. “
Ohne sie? Nein. Ihr sagt das alle so einfach. Ihr habt sie ja nicht so sehr geliebt wie ich! Ihr habt nicht so viel mit ihr erlebt wie ich. Ihr habt nicht so oft mit ihr gelacht wie ich… Ein Leben ohne sie? Nein, das geht nicht.
“ geh zum Arzt, sprech über deine sorgen.”
Der bringt sie auch nicht zurück. Aber gut, ich gehe hin.

“ Und, wie geht es Ihnen?”
Wies mir geht? Scheiß Frage. Wie würde es denn Ihnen gehen?
“ Möchten sie nicht mit mir sprechen?”
Doch, aber ich kann nicht…
“ Ist schon in Ordnung! Ich weiß wie schwer das ist!”
Ja klar, alle wissen wie schwer das doch ist… Heuchler…
“ War sie sehr wichtig für Sie?
Nein, quatsch, gar nicht. Sie war nur irgendjemand und ich sitzt hier zum Spaß… Was denkt der sich?
“ Ihr leben geht doch weiter!”
Und was soll ich jetzt noch mit dem Leben?
“ Genießen sie es.”
Oh ja. Kommen sie mit z meinem Kumpel? Da ist ne Riesen Party…
“ Wenn sie nicht mit mir sprechen, kann ich ihnen auch nicht helfen.”
Brauch ich ihre Hilfe? Ich könnte es doch auch so machen wie sie…
“ Ich möchte sie jetzt aber auch nicht so gehen lassen…”
Ich stand auf und ging…

“ Du bist ja schon wieder da. Und wie wars?”
Ganz toll. Ich möchte sofort wieder hin…
“ Sprich doch endlich mal wieder.”
Ich bin sprachlos…
“ Mensch.. Komm her…”
Eine Umarmung. Das tat jetzt gut!
“ Sehe ich da ein lächeln?”
Ja, aber nur ein ganz kleines. Ich gehe wieder in mein Zimmer…
“ Gute Nacht!”

Wen ruft meine Mutter so spät noch an?
“ …. aber warum sagt sie denn nichts?”
Ich bin nicht in der Lage zu sprechen.. Was ich sagen möchte steht auf meinen Armen…

“ Na, reden sie heute mit mir?”
Warum, sollte ich?
“ Es wäre auf jeden Fall besser für sie, aber ich sehe schon, sie sind ein schwieriger Fall.”
Ich? Schwierig? Nein, nur völlig am ende…
“ ich habe gehört, dass Sie selbst mit ihrer Mutter nicht sprechen?”
Ist das etwas Ihr Problem? Ich denke nicht…
“ Warum lassen sie niemanden an sich heran? Sie brauchen Hilfe!”
Lassen sie mich los. Nehmen sie ihre Hand weg! Fassen sie mich nicht an!
“ es ist alles in Ordnung.”
“ nein, nichts ist In Ordnung.” schrie ich und begann, das erste mal seit dem sie vor meinen Augen in den Kalten Strom der Saine gesprungen war ,zu weinen…
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Im Winter

Es war im Winter,
Da sah ich die Sterne glühen..
Sah Den Himmel brennen
und die Rosen Blühen.

Es war im Winter,
Da sah ich wie ein Kind geboren wurde
Sah wie eine alte Dame starb
Und erfuhr wie schwer es ist zu leben.

Es war im Winter,
Da Lernte ich wie es ist zu lieben
Lernte was es heißt verletzt zu werden.
Und fühlte das erste mal grenzenlose leere.

Es war im Winter,
Da verspürte ich das erste mal Einsamkeit
Spürte, wie Kälte mein Herz zerfraß
Und wusste, ich muss etwas ändern.

Es war im Sommer,
Als ich seit langem wieder Mut hatte
Wo ich alles ändern wollte
Und mich entschied den letzten schritt zu wagen.
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An meinen Liebsten

Es sind die Tage - die nie vergehn
Es scheint schier endlos
Bis wir uns wieder sehn.

Ich liebe dich
Mehr als mein Leben
Ich würde alles für dich geben.

Drum schenk ich dir mein kleines Herz
So das es vergessen kann
Den Schmerz..
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Als ich aufwachte fand ich mich in einem Raum wieder.. es war so dunkel.. ich konnte kaum etwas sehen. Nur einen kleiner Lichtstrahl, der durch ein Loch in der Wand in diesen Raum gelangte, ließ mich erkennen das ich allein war.. ganz allein. Es war alles Leer, dunkel und einsam. Es roch alt und vermodert und ich fragte mich, wie ich in diesen Raum gekommen sein soll. Es gab keine Fenster, keine Türen.. nichts..
Mir wurde kalt.. ich setzte mich in eine Ecke so dass ich alles ganz genau sehen konnte. Alles was um mich herum geschieht..
Aber es geschah nichts. Stundenlang muss ich dort gesessen und gewartet haben. Ich begann zu weinen. Diese Dunkelheit erdrückte mich. Ich wollte nach hause. Ich merkte, wie die Leere auch mich füllte. Wie sie von mir besitz ergriff und ich mich stück für stück mehr verlor. Ich stand auf.. Konnte kaum laufen. Meine Beine wahren schwer.. ich schaffte es mich bis in die Mitte des Raumes zu schleppen, wo ich dann zusammen sank. Dort saß ich nun, konnte nur weinen alles an meinen Körper war schwer.. ich blickte auf den Kalten, nassen Boden und mir wurde schwarz vor Augen.
Plötzlich merkte ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich war nicht fähig mich zu bewegen. Konnte nicht sehen wer dort war. Und dann wurde mein Kopf fest gehalten. Ich musste gerade aus schauen.. ich sah wie an der Wand vor mir Rosen wuchsen. Wunderschöne Rosen mit gefährlich spitzen Dornen. Und Bevor ich realisieren konnte was geschah spürte ich diese befreienden Schmerzen. Die Dornen, wie sie durch meinen Körper stießen und diese Einsamkeit verbannten.
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Engel sterben nie

2 Jahre sind nun schon vergangen
seit ich dich das letzte mal sah
dort in diesem kalten Raum
wo du lagst, so still, so unscheinbar

Ich sah dich an – begann zu weinen
Wie alle anderen im Raum
Was ich sah wollt ich nicht glauben
Es war wie in meinem schlimmsten Traum

Mein größter Albtraum war nun wahr
Ich hatte dich verloren, für immer
Habe gebeten dich begleiten zu dürfen
Doch all mein flehen blieb ungehört

Sie zerrten mich weg von dir
Von deinem Leblosen Körper
Und erst als alles so sinnlos schien
Konnte ich dir sagen das ich dich liebe

Ich wollte mein Leben für dich lassen
Nur um bei dir sein zu können
Ich werde diese Menschen auf ewig hassen
Al die, die mir das Liebste nahmen

Nun sitz ich hier – wie immer allein
Was sie mir nahmen, kann mir niemand mehr geben
Sie zerstörten zwei leben mit einem stich
Und nun sitz ich hier und weine und denk an dich

Wenn ich nicht wüsste, dass du dort oben
Über uns alle hier wachst
Würde ich dir folgen – in die Unendlichkeit
So wären wir für immer vereint

Doch auch wenn du nicht bei mir bist,
bist du doch irgendwo hier
du gibst mir kraft – bist mein Engel
und Engel sterben nie..
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Sie sagen ich solle vergessen und verzein
Leben ist sterben und so wird es immer sein
Es bringt nichts zu trauern, das leben geht weiter
Und ich soll doch glücklich sein
Doch was kümmert mich was sie sagen
Du bist tot – für immer
Und als du gestorben bist,
habe ich meinen Lebenswillen verloren
verlassen und traurig geh ich nun durch die nacht
spüre dich ganz nah bei mir, obwohl sie sagen du bist nicht hier.

Sie sagen du bist für immer von uns gegangen
Eine reise ohne Wiederkehr
Und es bringt nichts zu trauern, das leben geht weiter
Wenn auch nicht für dich, und wir wollen doch glücklich sein
Doch was kümmert mich was sie sagen
Denn auch ich bin schon lange tot,
sie wissen es nur noch nicht
und wenn ich jetzt meine Augen schließe
bist du bei mir und wir fliegen zu den Sternen
wo wir für immer vereint sein werden..
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